Titel: Mit dem Wind

Autor/in: Paula Leonhardt

Genre: Historischer Roman

Erscheinungsdatum: 26.07.2019

Seiten: 416

Herausgeber: Ullstein Verlag

 

 

 

 

 

Kurzbeschreibung:

 

Als die abenteuerlustige Mathilde im Sommer 1884 den Ballonfahrer Paul Naumann kennenlernt, kann sie ihr Glück kaum fassen. Er verkörpert ihren Traum vom Fliegen. Schon bald steigen die beiden zusammen auf. Mit jedem neuen gemeinsamen Abenteuer wächst ihre Zuneigung zueinander. Als Mathilde ein Kind bekommt, steht sie vor einer schweren Entscheidung: Sie liebt ihre kleine Rosa über alles, aber kann von ihrer Faszination für das Ballonfahren nicht lassen. Sie findet schließlich einen Weg, der ihr erlaubt, beides zu leben. Als es jedoch zu einem tragischen Unfall kommt, scheint ihr Lebensentwurf gescheitert. Doch Mathilde hält an ihrem Traum fest und kämpft für ihr Glück.

 

 

 

Rezension:

 

Das Buch wurde mir freundlicherweise vom Ullstein Verlag als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Dies beeinflusst nicht meine Bewertung.

 

Um den Inhalt nicht vorweg zu nehmen, verweise ich hier auf den Klappentext/Kurzbeschreibung, dem Leser soll die Möglichkeit gegeben werden, in den Genuss der Geschichte zu kommen.

 

Die Geschichte startet im Jahre 1929 in Berlin.

Den Schreibstil empfand ich als flüssig, ruhig und leicht verständlich. Innerhalb der Geschichte wechselt sowohl die Erzählperspektive als auch die Zeit, so erzählt die Autorin mehr aus der Sicht von Mathilde und Fritz ab dem Jahr 1879 und im weiteren Verlauf aus der Sicht von Rosa im Jahr 1929. Mir gefallen diese Wechsel von Personen und Zeit immer sehr gut, so hatte ich die Möglichkeit die Gedankengänge, Gefühle und Handlungen verstehen und größtenteils nachvollziehen zu können. Orte und Situationen wurden bildlich dargestellt aber leider auch viel zu ausschweifend, sodass die Geschichte einige Längen aufweist. Das Hintergrundwissen rund um die Ballonfahrt hat mir sehr gut gefallen.

 

Mathilde ist eine mutige, selbstbewusste und starke Frau, die aber meine Geduld mit ihrer Art oft überstrapaziert hat.

Fritz hab ich gleich zu Beginn in mein Herz geschlossen, seine aufopferungsvolle, selbstlose und liebevolle Art über all die Jahre konnte mich überzeugen.

 

„Was du liebst, lass frei. Kommt es zurück, gehört es dir – für immer. Konfuzius“

 

Die Erzählungen um Rosa empfand ich leider als unscheinbar und uninteressant.

Nebencharaktere wurden authentisch und fließend mit eingebracht.

 

Das Cover gefällt mir sehr gut. Buchtitel und Buchinhalt passen zueinander.

 

Mein Fazit:

Eine schöne Geschichte über den Mut, etwas zu wagen, wofür man steht.

Leider mit einigen Längen.

 

Ich vergebe 3 von 5 Sterne.