Titel: Kissing Lessons

Autor/in: Helen Hoang

Genre: Roman

Erscheinungsdatum: 15.10.2019

Seiten: 416

Herausgeber: Kyss by Rowohlt

 

 

 

 

Kurzbeschreibung:

 

Küssen sollte einfach sein. Jeder tut es. Es ist nicht viel dabei. Aber Stella kommt sich jedes Mal vor wie ein Hai, dem gerade ein paar Pilotfischchen die Zähne reinigen. Und das ist nicht schön, weder für sie noch für den Mann. Sie hat die Sache mit der Liebe schon beinahe aufgegeben – als Asperger-Autistin mag sie ohnehin nichts, was ihre Routine stört –, doch dann bringt ein dahingesagter Satz sie ins Grübeln: Übung macht den Meister. Stimmt das? Braucht sie einfach mehr Erfahrung? Und wenn ja, wer bringt einem das Küssen bei – und mehr? Vermutlich ein Profi, ein Escort. Wie Michael Phan. Auch wenn der eine ganz eigene Vorstellung von ihrem Unterricht hat …

 

 

Rezension:

 

Das Buch wurde mir freundlicherweise vom EndlichKyss Verlag als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Dies beeinflusst nicht meine Bewertung.

 

Um den Inhalt nicht vorweg zu nehmen, verweise ich hier auf den Klappentext/Kurzbeschreibung, dem Leser soll die Möglichkeit gegeben werden, in den Genuss der Geschichte zu kommen.

 

Dies ist der ersten Band der „Kiss, Love & Heart-Trilogie“, dennoch ist jeder Band in sich selbst abgeschlossen und kann unabhängig voneinander gelesen werden.

Der Klappentext weckte mein Interesse auf den Inhalt der Geschichte. Diese beginnt mitten im Geschehen und kommt ohne große Einleitung aus. Den Schreibstil habe ich als sehr gefühlvoll, lebendig und flüssig empfunden. Situationen, besonders im Bezug auf die Krankheiten Asperger und Autismus wurden detailliert und sehr beeindruckend beschrieben. Orte wurden bildlich, aber nicht zu ausschweifend dargestellt. Die Erzählweise finden abwechselnd aus der Sicht von Stella und Michael statt, was mir sehr gut gefallen hat, denn ich hatte so die Möglichkeit Gedankengänge, Emotionen und Handlungen besser verstehen und nachvollziehen zu können. Sehr eindrucksvoll bringt die Autorin mir als Leserin einige Symptome und Verhaltensstrukturen des Asperger-Syndroms nahe.  Letztendlich haben mich, auch wenn mir anhand des Klappentextes bewusst war, was das Problem der Hauptprotagonistin ist, die dargestellten Erotikszenen und die sprachliche Schilderung derer gestört. Es passte für mich nicht mehr ins Bild. Die Kapitel hatten eine angenehme Länge.

 

Stella ist eine mutige junge Frau die trotz ihrer Krankheit sehr viel erreicht hat. Ich habe es genossen, ihre Entwicklung im Bezug auf zwischenmenschliche Beziehungen verfolgen zu dürfen.

Michael hat mich mit seiner Vergangenheit, seiner Familie und seiner aufopferungsvollen Art für jeden, sogar noch ein bisschen mehr interessiert als die Geschichte um Stella. Er ist mir gleich zu Beginn ans Herz gewachsen.

Nebencharaktere wurden authentisch und fließend mit eingebracht.

 

Das Cover gefällt mir sehr gut. Buchtitel und Buchinhalt passen zueinander.

 

 

Mein Fazit:

 

Eine schöne Geschichte die wichtige, aber leider immer noch gesellschaftskritische Themen auffasst, wie psychische Erkrankungen, Vorverurteilungen und Herabsetzung aufgrund von Herkunft und Beruf.

 

Ich vergebe 4 von 5 Sterne.