Titel: Kastanienjahre

Autor/in: Anja Baumheier

Genre: Roman

Erscheinungsdatum: 20.08.2019

Seiten: 416

Herausgeber: Wunderlich

 

 

 

 

Kurzbeschreibung:

 

Ein anderes Land. Ein anderes Leben.

Zwei Orte gibt es, die für Elise Heimat bedeuten: Paris, wo sie seit über 20 Jahren eine kleine Boutique im Montmartre führt; und Peleroich, das verschlafene Dorf an der mecklenburgischen Ostseeküste. Hier wächst sie in den 60er Jahren auf, hier lernt sie Henning und Jakob kennen, die beiden Lieben ihres Lebens. Henning, der Fels in der Brandung, den sie seit Kindertagen kennt, Jakob, der Frauenschwarm, der Künstler werden will und wie sie davon träumt, einmal den Eiffelturm zu sehen. Eine fatale Dreiecksbeziehung voller Geheimnisse - bis Jakob eines Tages spurlos aus Elises Leben verschwindet. Als Elise nach vielen Jahren in ihr Heimatdorf zurückkehrt, taucht sie tief ein in ihre eigene Vergangenheit und in die Geschichte von Peleroich, wo ihre Eltern sich kurz nach Gründung der DDR kennenlernen…

 

 

Rezension:

 

Das Buch wurde mir freundlicherweise vom Rowohlt Verlag als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Dies beeinflusst nicht meine Bewertung.

 

Um den Inhalt nicht vorweg zu nehmen, verweise ich hier auf den Klappentext/Kurzbeschreibung, dem Leser soll die Möglichkeit gegeben werden, in den Genuss der Geschichte zu kommen.

 

Nachdem mir „Kranichland“ so überaus gut gefallen hat, habe ich mich schon sehr auf Anja Baumheiers neues Buch gefreut.

Das Buch beginnt im Jahre 2018 in Paris und ein hoher Spannungsbogen wird relativ schnell aufgebaut und bis zum Ende gehalten. Den Schreibstil habe ich als tiefgründig, klar und leicht verständlich empfunden.  Die Erzählstränge wechseln zwischen der Vergangenheit (1950-1995) und der Gegenwart (2018), was mir sehr gut gefallen hat, denn so konnte ich der Geschichte plausibel und bündig folgen. Obwohl gleich zu Beginn ein umfangreiches Personenregister aufgeführt wurde, bin ich zwischenzeitlich leider mit den Namen ein wenig durcheinander gekommen und musste oft wieder zur ersten Seite blättern um nachzuschauen. Orte und Situationen wurden bildlich und detailliert, aber nicht zu ausschweifend dargestellt. Die Kapitel hatten eine angenehme Länge.

 

Die Erzählungen über Hauptprotagonistin Elise habe ich sehr genossen, eine starke Frau, die trotz einigen Hürden ihren ganz eigenen Weg einschlägt. Die Autorin konnte die Gedankengänge und Gefühle von Elise zu Henning und Jakob sehr authentisch beschreiben, sodass ich diese immer nachvollziehen konnte.

Nebencharaktere wurden ebenso glaubwürdig eingebunden.

 

Das Cover gefällt mir sehr gut. Buchtitel und Buchinhalt passen zueinander.

 

 

Mein Fazit:

 

Ein spannender Roman mit einem tiefgründigen Schreibstil, den ich nicht mehr aus den Händen legen konnte.

 

 

Ich vergebe gerne 5 von 5 Sterne.