Titel: Nora Elias

Autor/in: Königsberg

Genre: Historischer Roman

Erscheinungsdatum: 20.05.2019

Seiten: 448

Herausgeber: Goldmann Verlag

Preis: 10,00€

 

 

 

 

Kurzbeschreibung:

 

Ostpreußen Ende des 19. Jahrhunderts: Die hübsche Kaufmannstochter Adela liebt den reichen Gutsbesitzererben Carl von Reichenbach. Doch dann wird sie von ihrem Vater in eine Ehe mit dem Adligen Leonhard von Schletter genötigt. Die Verbindung steht unter keinem guten Stern. Zwar versucht sich Adela mit der neuen Situation zu arrangieren, doch die einstmals enge Freundschaft zwischen Carl und Leonhard zerbricht, und Carl sinnt auf Vergeltung. Schließlich werden auch Leonhards Schwestern von Carl in den Zwist hineingezogen. Zwischen den Familien herrscht bald eine offene Feindschaft, die ihren Schatten auch auf die nächste Generation werfen wird.

 

 

Rezension:

 

Das Buch wurde mir freundlicherweise vom Bloggerportal Randomhouse und dem Goldmann Verlag als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Dies beeinflusst nicht meine Bewertung.

 

Um den Inhalt nicht vorweg zu nehmen, verweise ich hier auf den Klappentext/Kurzbeschreibung, dem Leser soll die Möglichkeit gegeben werden, in den Genuss der Geschichte zu kommen.

 

Dies ist mein drittes Buch der Autorin, durch den bekannten flüssigen und leicht verständlichen Schreibstil war ich relativ schnell im Geschehen, leider hielt der flüssige Lesefluss nicht an. Etwa nach 95 Seiten wunderte ich mich warum das Buch keinen Personenregister beinhaltete, diesen fand ich dann am Ende, finde ich persönlich immer schwierig und schätze es, wenn diese zu Anfang aufgelistet werden, auch wenn ich verstehe, dass man hätte eventuell anhand des Registers zu Anfang, eine Vorahnung zur Zusammenführung einzelner Protagonisten haben können.  Leider musste ich den Register wirklich sehr oft benutzen. Ich konnte mir einfach die hohe Anzahl der Personen nicht merken, da die Geschichte teilweise auch so sprunghaft und verstrickt war. Ein Spannungsbogen wird rasch zu Anfang aufgebaut und auch gehalten, aber die Geschichte beinhaltet nach meinem Empfinden einfach zu viel Drama.

Der Aufbau des Buches gefällt mir sehr gut. Es ist in 2 Hauptteile unterteilt, 1880-1885 und 1892-1896, die einzelnen Kapitel werden in wenigen Monatsabständen weitergeführt. Zwischenzeitlich werden die Jahre mit Zitate von z.B. Immanuel Kant unterlegt.

 

„Eine solche Stadt, wie etwa Königsberg am Pregelflusse, kann schon für einen schicklichen Platz zur Erweiterung sowohl der Menschenkenntnis als auch der Weltkenntnis genommen werden, wo diese, auch ohne zu reisen, erworben werden kann. „

 

Orte und Situationen werden bildhaft und detailliert, aber nicht zu ausschweifend dargestellt.

 

Die 3 Hauptfamilien der Geschichte lassen mich alle zwiegespalten zurück. Zwangsheirat, arrangierte Ehen, Betrug der Ehemänner an ihren Frauen, Gewalt der Väter an die eigenen Töchter, Intrigen der Schwiegermutter, uneheliche Kinder und Missgunst überall. Am liebsten gelesen habe ich über Elisa, Adela und Magdalena, diese drei Frauen war die Lichtblicke in diesen verworrenen Familiendramen.

 

Das Cover gefällt mir sehr gut. Buchtitel und Buchinhalt passen meiner Meinung nach nicht zueinander, ich weiß nicht für wen oder was der Zusatztitel von „Glänzende Zeiten“ gelten soll.

 

Mein Fazit:

 

Das Buch konnte mich leider nicht vollständig überzeugen. Ich mag sehr gerne historische Romane, aber der Geschichte hätte eine bisschen weniger Drama gut getan.

 

 

Ich vergebe 3 von 5 Sterne.