Titel: Hurentochter – Die Distel von Glasgow

Autor/in: Tabea Koenig

Genre: Historischer Roman

Erscheinungsdatum: 04.06.2019

Seiten: 440

Herausgeber: Piper Verlag

 

 

 

 

Kurzbeschreibung:

 

Glasgow, 1876: Emily strebt an der Seite von Liam und ihrer treuen Freundin Christine ein respektables Leben an, fern vom blühenden Laster des Bordells, in welchem sie als Spross einer Hure aufwächst. Doch dann wird ihre Mutter ermordet und Emilys Leben auf eine harte Probe gestellt. Um den Schuldigen zu überführen, muss sie zuerst ihren Namen reinwaschen. Einen Namen, den sie nicht einmal kennt, denn ihre Mutter nahm ein altes Familiengeheimnis mit ins Grab.

 

 

Rezension:

 

Das Buch wurde mir freundlicherweise vom Piper Verlag als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Dies beeinflusst nicht meine Bewertung.

 

Um den Inhalt nicht vorweg zu nehmen, verweise ich hier auf den Klappentext/Kurzbeschreibung, dem Leser soll die Möglichkeit gegeben werden, in den Genuss der Geschichte zu kommen. 

Es handelt sich hier um den ersten Teil einer Romanserie aus dem viktorianischen England.

 

Das Buch startet mit einem aussagekräftigen Prolog im Jahr 1859 in Glasgow. Da hier schon ein hoher Spannungsbogen aufgebaut wird, befand ich mich schnell in einem angenehmen Lesefluss. Den Schreibstil der Autorin empfand ich als flüssig, tiefgründig und trotz der Tatsache, dass es sich um einen historischen Roman handelt als leicht verständlich. Der Erzählstrang wird in 3 Hauptteile unterteilt und in den einzelnen Kapiteln wird die Geschichte plausibel in Monatsschritten fortgeführt. Die Erzählweise wechselt aus der Sicht verschiedener Protagonisten, was mir sehr gut gefallen hat, denn so hatte ich die Möglichkeit besser zu folgen. Orte und Situationen wurden bildlich, detailliert aber nicht zu ausschweifend dargestellt. Der zu Anfang aufgebaute Spannungsbogen wird konstant bis zum Ende gehalten. Die Kapitel hatten eine angenehme Länge.

 

Die Hauptprotagonistin Emily hat mich während der gesamten Geschichte fasziniert. Ihre mutige, aufopferungsvolle und liebevolle Art sticht hier sehr hervor. Ich habe ihren Weg und ihre Entwicklung innerhalb des Buches sehr gerne verfolgt. 

Es gab hier eine ganze Reihe von Nebencharakteren, wichtige für die Geschichte und weniger wichtige, aber trotz der hohen Anzahl an Namen und Personen, schaffte es die Autorin diese fließend mit einzubringen.

 

Das Cover gefällt mir sehr gut. Buchtitel und Buchinhalt passen zueinander.

 

Mein Fazit:

 

Ein spannender historischer Roman über Familienintrigen mit Hintergrund des viktorianischen Englands, den ich kaum aus den Händen legen konnte. Ich freue mich über die Fortsetzung.

 

 

Ich vergebe gerne 5 von 5 Sterne.