Titel: Honigblütentage

Autor/in: Sofie Cramer

Genre: Roman

Erscheinungsdatum: 18.06.2019

Seiten: 288

Herausgeber: Rowohlt Verlag

 

 

 

 

 

Kurzbeschreibung:

 

Valerie steht kurz vor einem Burnout, als sie von ihrer Chefredakteurin auf Recherchereise geschickt wird. Das Thema: «Pilgern vor der eigenen Haustür – Selbstfindung pur?». Widerwillig macht sich die Journalistin auf den Heidschnuckenweg südlich von Hamburg – und hat bereits nach wenigen Tagen genug von Rückenschmerzen und geschundenen Füßen. In einer kleinen Pension am Rande des Naturschutzgebietes legt sie eine Pause ein. Die rüstige Besitzerin Annegret erkennt Valeries grundsätzliche Erschöpfung und bringt ihr mit Hilfe eines Bienenzüchters die Natur näher: Honig schleudern, Brot backen und Fliederbeersaft herstellen ... Aber Valerie ahnt, es braucht noch mehr, um zu sich selbst zu finden - und zum kleinen, großen Glück.

 

 

 

Rezension:

 

Das Buch wurde mir freundlicherweise vom Rowohlt Verlag als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Dies beeinflusst nicht meine Bewertung.

 

Um den Inhalt nicht vorweg zu nehmen, verweise ich hier auf den Klappentext/Kurzbeschreibung, dem Leser soll die Möglichkeit gegeben werden, in den Genuss der Geschichte zu kommen.

 

Dies ist mein erstes Buch der Autorin, bereits nach wenigen Seiten befand ich mich in einem ruhigen Lesefluss. Der Schreibstil ist flüssig, klar und leicht verständlich. Die Geschichte wird aus der Sicht von Hauptprotagonistin Valerie erzählt, ich hatte so die Möglichkeit Valeries Gefühle, Emotionen und Gedankengänge verstehen und nachvollziehen zu können. Die Orte und Wege rund um den Heidschnuckenweg wurden bildlich detailliert, aber nicht zu ausschweifend dargestellt, sodass ich das Gefühl hatte, mit zu wandern. Generell kann ich hier sagen, dass ich viele „Pilgerromane“ gelesen habe und meistens enttäuscht war, ich aber bei diesem Buch von Sofie Cramer das Empfinden hatte, diesen Weg selbst zu erkunden.Zwischenzeitlich hatte das Buch leider einige Längen und das Beschriebene war für mich eher uninteressant. Die einzelnen Kapitel wurden anhand von Valeries Wandertagen aufgelistet.

 

Valerie bestreitet ein Abenteuer, welches Mut voraussetzt. Mir hat es gut gefallen, wie ihre Entwicklung innerhalb des Buches beschrieben wurde. Ich konnte ihre Gedankengänge gerade im Bezug auf ihre Tochter Frieda nachvollziehen.

Annegret lässt mich ein wenig zwiegespalten zurück, auch wenn ich das schwierige Verhältnis zu ihrem Sohn verstehen kann, konnte ich ihre Handlungen nicht immer nachvollziehen, denn eigentlich empfand ich ihre Art als, fürsorglich, hilfsbereit und liebevoll und dadurch nimmt sie eine große Rolle innerhalb dieser Geschichte ein

Nebencharaktere wurden fließend mit eingebracht.

 

Das Cover ist wunderschön, Buchtitel und Buchinhalt passen zueinander.

 

 

Mein Fazit:

 

Ein schöner Roman über den Mut zur Selbsterkenntnis und den Willen etwas verändern zu wollen.

 

Ich vergebe 4 von 5 Sterne.