Titel: Die Gärten von Monte Spina

Autor/in: Henrike Scriverius

Genre: Roman

Erscheinungsdatum: 01.08.2019

Seiten: 336

Herausgeber: Droemer

 

 

 

 

Kurzbeschreibung:

 

Monte Spina - eine einsame Insel vor Lanzarote, sucht einen neuen Gärtner, was nicht ganz einfach ist, denn außer Stille und Einsamkeit hat die kleine Privatinsel wenig zu bieten. Doch das kommt der dreißigjährigen Gärtnerin Toni gerade recht, denn ihr Mann ist gerade bei einem Autounfall gestorben und der Sinn ihres Lebens und alle ihre Liebe mit ihm.
Weit draußen im Atlantik trifft sie auf eine karstige Landschaft und auf Menschen, die sie nicht gerade herzlich empfangen. Aber Sonne und harte Arbeit wecken neben ihren Lebensgeistern vor allem eins: ihre Neugier. Denn auf der schweigsamen Insel Monte Spina am Ende der Welt gibt es eine ganze Reihe von Merkwürdigkeiten und Geheimnissen:
Warum blieben Tonis Vorgänger immer nur wenige Wochen? Wieso ist das oberste Stockwerk des Haupthauses tabu für sie? Und was steckt hinter dem abwesenden Besitzer der Insel, dem geheimnisvollen Bror, von dem alle nur im Flüsterton sprechen?

 

 

Rezension:

 

Das Buch wurde mir freundlicherweise vom Droemer Knaur Verlag als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Dies beeinflusst nicht meine Bewertung.

 

Um den Inhalt nicht vorweg zu nehmen, verweise ich hier auf den Klappentext/Kurzbeschreibung, dem Leser soll die Möglichkeit gegeben werden, in den Genuss der Geschichte zu kommen.

 

Das Buch beginnt mit einer interessanten Einleitung, die mich allerdings wie ich später feststellte in eine falsche Richtung lenkte. Ich habe innerhalb des Lesens immer auf eine schockierende Enthüllung gewartet und wusste lange nicht was sie mir sagen möchte? Das machte sie nicht schlecht, im Gegenteil, ein hoher Spannungsbogen wird zu Beginn aufgebaut. Den Schreibstil empfand ich als spannend, modern und leicht verständlich. Orte sowie die Insel „Monte Spina“ werden bildlich und detailliert, aber nicht zu ausschweifend dargestellt, sodass ich oft das Gefühl hatte, mich selbst innerhalb der Gärten aufzuhalten. Situationen und Dialoge werden glaubhaft erzählt, Emotionen gefühlvoll geschildert. Die Kapitel hatten eine angenehme Länge.

 

Toni ist mir durch ihren Mut und ihre Überzeugung für ihre Arbeit relativ schnell ans Herz gewachsen. Durch die Einblicke in ihre Gedanken, konnte ich mich sehr gut in sie hineinversetzen und ihre Handlungen nachvollziehen.

Tja, was sage ich zu Mr. Bror, zum größenteil empfand ich seine Art als abstoßend, distanzlos und erniedrigend seinen Mitmenschen gegenüber. Aber zwischenzeitlich zeigte die Autorin seine Schwachstellen auf und ich entwickelte tatsächlich Verständnis für einige seiner Handlungen.

Die Nebencharaktere wurden authentisch, interessant und fließend mit eingebracht. Auch bei ihnen versteckte sich das ein oder andere Geheimnis.

 

Das Cover und die Illustrationen innerhalb des Buches sind wunderschön. Buchtitel und Buchinhalt passen zueinander.

 

 

Mein Fazit:

Ein etwas anderer Roman mit Spannung und großen Emotionen in vielen Bereichen, den ich durch den tollen Schreibstil im nu gelesen habe. Ich freue mich auf weitere Bücher der Autorin.

 

Ich vergebe gerne 4 von 5 Sterne.