Titel: Die Frauen vom Nordstrand

Autor/in: Marie Sanders

Genre: Roman

Erscheinungsdatum: 08.11.2019

Seiten: 368

Herausgeber: Aufbau Verlag

 

 

 

Kurzbeschreibung:

 

St. Peter an der Nordsee, 1953. Anni, Edith und Helena haben eines gemeinsam: Nach den Kriegsjahren wollen sie das Leben genießen und den Neubeginn wagen. Annis Traum ist es, das Hotel ihrer Eltern zu modernisieren, doch ihr Vater weigert sich, ihr sein Geschäft zu überlassen. Edith kämpft für die Rechte der Frauen, dann bekommt sie ein Angebot, das sie zwar finanziell absichern würde, aber ihren Idealen widerspricht. Die Ärztin Helena sucht nach schmerzhaften Erfahrungen während des Krieges den Weg zurück ins Leben und erkennt, dass sie eine große Aufgabe hat. In ihrem Wunsch, unterdrückten Frauen zu helfen, wagt sie es sogar, an den Rand der Legalität zu gehen.

 

 

Rezension:

 

Das Buch wurde mir freundlicherweise vom Aufbau Verlag als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Dies beeinflusst nicht meine Bewertung.

 

Um den Inhalt nicht vorweg zu nehmen, verweise ich hier auf den Klappentext/Kurzbeschreibung, dem Leser soll die Möglichkeit gegeben werden, in den Genuss der Geschichte zu kommen.

 

Das Buch beginnt im März 1953, durch den flüssigen und leicht verständlichen Schreibstil gelang es mir innerhalb weniger Seiten in einen angenehmen Lesefluss zu gelangen. Die Seiten flogen nur so dahin. Innerhalb der Geschichte finden die Erzählungen zu verschiedenen Protagonisten statt, sodass ich die Möglichkeit hatte Gedankengänge und Handlungen bündig zu folgen. Leider ist das Buch mit Themen so überfrachtet, dass es mir einfach zu viel wurde, von Krankheiten wie Demenz, Depressionen, Krebs, Alkohol,- und Spielsucht, geistiger Behinderung sowie KZ-Geschichten, Schwangerschaftsabbrüchen, Gewalt und Vergewaltigung in der Ehe ist auf den knapp 370 Seiten alles dabei. Auch muss ich sagen, dass es mich massiv gestört hat wie hier das männliche Geschlecht dargestellt wurde. Hier bekommt man das Gefühl vermittelt, alle Männer seien betrunkene, spielsüchtige und gewalttätige Personen.

 

Anni, Edith und Helena waren jede für sich sehr interessante Frauen, leider konnte aber auch hier durch die vielen verschiedenen Themen und Schicksalsschläge immer nur oberflächlich an ihren Geschichten „gekratzt“ werden, was ich sehr schade fand, denn gerade zu Helena hätte ich gerne mehr erfahren. Durch die vielen unterschiedlichen Hotelgäste gab das Buch viele Charaktere her, diese wurden aber fließend mit eingebracht, sodass ich hier nie durcheinander kam und stets den Überblick behalten konnte.

 

Das Cover ist eher schlicht gehalten, Buchtitel und Buchinhalt passen zueinander.

 

 

Mein Fazit:

 

Eine schöne Grundidee mit einem tollen Schreibstil, aber leider ein Überschuss an unterschiedlichen Themen, die mir einfach zu viel wurden.  

 

Ich vergebe 3 von 5 Sterne.