Titel: Die Antwort auf vielleicht

Autor/in: Hendrik Winter

Genre: Roman

Erscheinungsdatum: 31.01.2019

Seiten: 432

Herausgeber: Bastei Lübbe

Preis: 10,00 €

 

 

 

 

Kurzbeschreibung:

Adam hat nicht damit gerechnet, sich in eine der Patientinnen zu verlieben, die er täglich zur Chemotherapie und zurück fährt. Doch dann steigt eines Tages Jessi in sein Taxi - jung, schön, todkrank. Ehe er sichs versieht, ist es um ihn geschehen. Als er erfährt, dass Jessi vielleicht nur noch wenige Wochen zu leben hat, setzt er alles daran, ihr diese Zeit so schön wie möglich zu machen. Währenddessen erkennt er, dass auch er seine Träume vielleicht nicht bis "irgendwann einmal" aufschieben sollte...

 

Rezension:

Das Buch wurde mir freundlicherweise von netgalley und der Bastei Lübbe als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt, dies hat keinen Einfluss auf meine Rezension.

 

Auf den Inhalt gehe ich wie immer nicht zu detailliert ein, eine Zusammenfassung erhält man anhand der Kurzbeschreibung.

 

In dieser Geschichte geht es um den Taxifahrer Adam, der den Auftrag erhält täglich die krebskranke Jessi zur Strahlentherapie zu fahren.

 

Der Schreibstil ist locker und flüssig, sodass ich wenige Seiten benötigte um in der Geschichte zu sein. Die einzelnen Situationen und Orte sind bildhaft und detailliert beschrieben, aber nicht zu ausschweifend. Die Kapitellängen waren genau richtig und hatten passende Überschriften.

 

Die Hauptcharaktere sind mir beide sympathisch und anhand ihrer witzigen Äußerungen und dem teils lockeren Umgang mit diesem schwierigen Thema toll dargestellt. Adam hat mir hier am meisten gefallen. Die im Buch eingeführten Poetry-Slam-Texte fand ich großartig.

 

Die Nebencharaktere waren auch gut mit in die Geschichte eingebracht, besonders stach hier die Herzlichkeit von Adams´s Großmutter hervor. Leider fand ich Jessis Freundin Vero einfach nur anstrengend und war immer froh wenn ich nichts von ihr lesen musste.

 

Über das Fazit dieses Buches habe ich lange nachgedacht, mich hat die Geschichte leider zwischenzeitlich auch runter gezogen und nach verschiedenen Kapiteln mit einem traurigen Gefühl zurück gelassen. Ich verstehe durchaus die Botschaft hinter dieser Geschichte, wobei ich diese in vielen Punkten auch anders sehe. Sosehr jeder Träume und Wünsche hat, können diese nicht immer sofort gelebt werden. Hab ich deshalb nicht gelebt? Finde ich deshalb immer eine andere Ausrede? Schwierig?  Ich finde dieses Thema kann man einfach nicht Verallgemeinern.

 

Aber was sicher jeder Leser aus dieser Geschichte mitnehmen sollte, dass das Leben jeder Zeit vorbei sein kann und man es genießen sollte.

 

Das Cover ist schlicht und ansprechend, es gibt einige Parallelen zum Inhalt wieder.

 

Ich vergebe hier 3,5 von 5 Sterne.