Titel: Der Wind nimmt uns mit

Autor/in: Katharina Herzog

Genre: Roman

Erscheinungsdatum: 16.04.2019

Seiten: 384

Herausgeber: Rowohlt Verlag

Preis: 12,99€

 

 

 

 

 

Kurzbeschreibung:

 

Maya bindet sich weder an Orte noch an Menschen. Obwohl die Reisebloggerin erst 32 ist, hat sie schon fast die ganze Welt gesehen. Nur an einen Ort möchte sie niemals: Nach La Gomera. Dort wohnt ihre Adoptivmutter Karoline. Dass Karoline nicht ihre leibliche Mutter ist, hat Maya vor Jahren durch einen Zufall erfahren, und bis heute hat sie ihr nicht verziehen. Doch dann wird Maya schwanger, und Tobi, der Mann, mit dem sie eine flüchtige Affäre hatte, hält sich ausgerechnet auf der Kanareninsel auf. Nur widerwillig fliegt Maya dorthin, zu den Aussteigern und Künstlern, zu ihrer Mutter. Sie ahnt nicht, dass es die wichtigste Reise ihres Lebens sein wird.

 

 

Rezension:

 

Das Buch wurde mir freundlicherweise vom rowohlt Verlag als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Dies beeinflusst nicht meine Bewertung.

 

Um den Inhalt nicht vorweg zu nehmen, verweise ich hier auf den Klappentext/Kurzbeschreibung, dem Leser soll die Möglichkeit gegeben werden, in den Genuss der Geschichte zu kommen.

 

Durch den flüssigen, gefühlvollen und leicht verständlichen Schreibstil der Autorin, hat mich das Buch bereits mit dem Prolog in seinen Bann gezogen. Die Beschreibungen der Insel „La Gomera“ wurden so detailliert und bildlich erzählt, dass ich das Gefühl hatte, Bestandteil dieses Buches zu sein und dieser Ort mit auf meine Wunschreiseliste gewandert ist.

Die einzelnen Kapitel wurden aus Mayas und Karolines Sicht aktuell, und aus Karolines Sicht von 1983 dargestellt, diese wurden durch schöne Blumen-Illustrationen aufgefrischt.

Ein Spannungsbogen wurde relativ zu Anfang aufgebaut und gehalten.

 

Maya habe ich schnell in mein Herz geschlossen. Eine mutige Frau auf der Suche nach der Wahrheit. Es war schön ihren Weg mitzuerleben.

 

Karoline ist für mich der stärkste Charakter des Buches, auch wenn Maya sie oft nicht verstehen konnte, so habe ich all ihre Handlungen und Gedankengänge nachvollziehen können.

 

Lasse wurde als starke und hilfsbereite Person beschrieben, der gewiss auch sein Päckchen zu tragen hatte, aber seinen Weg gefunden hat.

 

„Heutzutage wird viel zu schnell etwas weggeworfen, weil man es nicht mehr gebrauchen kann.“

 

Es gab durch den Ort der Geschichte und dem beschriebenen Aussteiger- und Künstlerviertel einige Nebencharaktere, allerdings wurden diese so fließend mit eingebracht, sodass ich nie durcheinander kam und ich über jeden gerne gelesen habe.

 

Das Cover ist definitiv ein Hingucker, die gesamte Aufmachung, auch innerhalb des Buches ist wunderschön. Buchtitel und Buchinhalt passen zueinander.

 

 

Mein Fazit:

Ein wunderschöner Roman über Freundschaft, Enttäuschung und Vergebung, den ich kaum aus den Händen legen konnte und uneingeschränkt weiterempfehlen kann.

 

Ich vergebe 5 von 5 Sterne.