Titel: Das Haus der Schmetterlinge

Autor/in: Silvia Montemurro

Genre: Roman

Erscheinungsdatum: 05.08.2019

Seiten: 416

Herausgeber: Pendo/Piper

 

 

 

 

Kurzbeschreibung:

 

Als die Biologin Anita von Köln zurück an den Comer See zieht, sucht sie nach Ruhe und einem Rückzugsort von der Welt. Im »Haus der Schmetterlinge«, der Familienvilla ihrer Großmutter Lucrezia, möchte sie nach einem traumatischen Erlebnis wieder zu sich selbst finden. Dort stößt sie auf ein altes Foto von Lucrezia mit einem kleinen Mädchen. Anitas Mutter Margherita scheint zu wissen, um wen es sich handelt, doch sie schweigt. Das Mädchen kommt Anita seltsam bekannt vor, und so beginnt sie, Nachforschungen anzustellen. Als sie schließlich das Tagebuch ihrer Großmutter liest, erfährt sie von einem dunklen Familiengeheimnis, das bis in die Gegenwart reicht.  

 

 

Rezension:

 

Das Buch wurde mir freundlicherweise vom Piper Verlag als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Dies beeinflusst nicht meine Bewertung.

 

Um den Inhalt nicht vorweg zu nehmen, verweise ich hier auf den Klappentext/Kurzbeschreibung, dem Leser soll die Möglichkeit gegeben werden, in den Genuss der Geschichte zu kommen.

 

Die Geschichte beginnt mit einer so fesselnden Einleitung, dass ich unbedingt wissen wollte wie es weiter geht. Bereits zu Anfang wird ein hoher Spannungsbogen aufgebaut und auch wenn einige Situationen vorhersehbar waren, wird dieser bis zum Ende gehalten. Den Schreibstil habe ich als flüssig, sehr gefühlvoll und leicht verständlich empfunden. Auch gefiel mir das die Geschichte einen leichten mystischen Stil hatte. Die Erzählungen werden aufgesplittet in 5 Hautpteile, die Perspektiven wechseln zwischen Anita, Lucrezia, Margherita, Yu Kari und Yoko, was mir sehr gut gefallen hat, denn so hatte ich die Möglichkeit, von allen Protagonistinnen Gedankengänge und Handlungen verstehen und teils nachvollziehen zu können, sodas zum Ende hin für mich keine Fragen mehr offen blieben. Vor den einzelnen Kapiteln werden einige Schmetterlingsarten näher beschrieben, dieses frischte das Buch auf und war zudem noch sehr interessant.

 

„Admiral….wenn du Kälte im Herzen spürst, nimm dir ein Beispiel am Admiral und zieh dich an warme Stellen zurück – ob das freundliche Menschen sind oder Orte, an denen du dich sicher fühlst.“

 

Orte und Situationen wurden bildlich und detailliert, aber nicht zu ausschweifend dargestellt, oft hatte ich das Gefühl, mich beim Lesen in der „Schmetterlingsvilla“ zu befinden.

Zum Ende des Buches gab es aber auch einige Vorkommnisse, die nach meinem Empfinden unglaubwürdig und unnötig gewesen sind.

 

Von den zuvor beschriebenen 5 Hauptfiguren des Buches, gibt es niemanden den ich hervorheben kann, denn jede musste verschiedene Enttäuschungen und Schicksalsschläge erfahren, aber die verschiedenen Stränge werden zum Ende zusammengeführt. Am wenigsten aber konnte ich das Verhalten von Anita nachvollziehen und ihre Gründe weshalb sie an den Comer See zurück gekommen ist. Die verschiedenen Nebencharaktere samt Namen wurden authentisch und fließend mit eingebracht.

 

Das Cover und die gesamte Aufmachung des Buches gefallen mir sehr gut. Buchtitel und Buchinhalt passen zueinander.

 

 

Mein Fazit:

 

Eine verstrickte Familiengeschichte mit einem grandiosen Schreibstil, bei dem die über 400 Seiten im nu durchgelesen waren.

 

Ich vergebe gerne 4 von 5 Sterne.