Titel: Das Haus an der Ocean Road

Autor/in: Esther Campion

Genre: Roman

Erscheinungsdatum: 19.08.2019

Seiten: 448

Herausgeber: Goldmann Verlag

 

 

 

 

Kurzbeschreibung:

 

Die Irin Ellen O’Shea war blutjung, als sie nach Australien kam. Hier traf sie ihren Mann Nick, hier zog sie ihre Tochter Louise groß und hier fand sie eine Heimat in dem kleinen Küstenort Port Lincoln. Doch seit Nick bei einem tragischen Autounfall ums Leben kam, vergräbt Ellen sich in ihrer Trauer und in ihrem Haus an der Ocean Road. Bis eines Tages Gerry Clancy vor ihrer Tür steht – ihre erste große Liebe. Und schnell drängen nicht nur alte Gefühle an die Oberfläche, sondern auch ein lange gehütetes Geheimnis …

 

 

Rezension:

 

Das Buch wurde mir freundlicherweise vom Goldmann Verlag und dem Bloggerportal Randomhouse als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Dies beeinflusst nicht meine Bewertung.

 

Um den Inhalt nicht vorweg zu nehmen, verweise ich hier auf den Klappentext/Kurzbeschreibung, dem Leser soll die Möglichkeit gegeben werden, in den Genuss der Geschichte zu kommen.

 

Das Buch beginnt mit einem Prolog, dessen Ausgang sich schon anhand des Klappentextes vermuten lässt. Dennoch wird dieser gut aufgebaut. Den Schreibstil empfand ich als wunderbar ruhig, klar und leicht verständlich. Die Erzählperspektive wechselt zwischen den Hauptprotagonisten Ellen, Gerry und Louise, ich hatte so die Möglichkeit Gedankengänge und Handlungen verstehen und nachvollziehen zu können. Orte und Situationen wurden bildlich und detailliert, aber nicht zu ausschweifend dargestellt. Die Kapitel hatten eine angenehme Länge. Das Buch hatte ich im nu durchgelesen.

 

Ellen kommt durch den tragischen Tod ihres Mannes in ihrem eigenen Leben nicht mehr zurecht. Sie wird depressiv und schafft es kaum alleine den Alltag zu bewältigen. Der Autorin ist es hier gelungen eine glaubwürdige und realistische Entwicklung von Ellen niederzuschreiben. Aber auch Gerry ist mir durch seine ruhige, hilfsbereite und verständnisvolle Art gleich ans Herz gewachsen. Louise hat es mir da schon ein wenig schwieriger gemacht, sicherlich konnte ich auch ihre Trauer und ihren Umgang mit dem „Geheimnis“ nachvollziehen, aber in einigen Passagen wurde mir ihr Verhalten ihrer Mutter gegenüber ein wenig zu viel.

Alle Nebencharaktere wurden authentisch und fließend mit eingebracht, sodass ich bei den verschiedenen Namen von Familienmitgliedern und Freunden nie durcheinander kam.

 

Das Cover gefällt mir sehr gut. Buchtitel und Buchinhalt passen zueinander.

 

Mein Fazit:

 

Eine schöne, ruhige Geschichte, die mir schöne Lesestunden beschert hat.

 

 

Ich vergebe gerne 4 von 5 Sterne.