Titel: DünenKind

Autor/in: Leonie Haubrich

Genre: Nordsee-Thriller

Erscheinungsdatum: 26.05.2019

Seiten: 200

Herausgeber: selfp.

Preis: 8,99€

 

 

 

 

 

Kurzbeschreibung:

 

Eine Landschaft, in der Wasser und Land verschwimmen, rätselhafte Nebelformationen – Marissa hat dem Leben auf der Hallig den Rücken gekehrt und ist nach Italien ausgewandert. Als sie erfährt, dass ihr Vater nur noch wenige Monate zu leben hat, kehrt sie nach dreißig Jahren in die Heimat zurück, um Abschied zu nehmen. Aber dann verschwindet ihre 12-jährige Halbschwester Mia und Marissa stößt auf eine Mauer des Schweigens. Ihr wird klar, dass sie sich ihrem größten Trauma stellen muss: Einst haben ihre Freunde sie bei einem Initiationsritus an der Bake Blauortsand festgebunden, um eine Nacht allein bei Flut auf dem Hochsand zu überstehen. Holt ihre Vergangenheit sie wieder ein? Sie begreift, dass die Gefahr auch für sie längst nicht gebannt ist.

 

 

 

Rezension:

 

Das Buch wurde mir freundlicherweise von mainwunder und der Autorin selbst als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Dies beeinflusst nicht meine Bewertung.

 

Um den Inhalt nicht vorweg zu nehmen, verweise ich hier auf den Klappentext/Kurzbeschreibung, dem Leser soll die Möglichkeit gegeben werden, in den Genuss der Geschichte zu kommen.

 

Durch den flüssigen, spannenden und leicht verständlichen Schreibstil der Autorin befand ich mich bereits nach dem ersten Kapitel in einem angenehmen Lesefluss. Ein hoher Spannungsbogen wird zu Anfang aufgebaut und gehalten. Das Setting von „Hulhan“ und Situationen an der „Bake“ wurden so detailliert und bildhaft dargestellt, dass ich oft das Gefühl hatte, dabei zu sein. Die Geschichte wurde aus der Sicht von Marissa geschildert und sprang zwischendurch aus der Gegenwart in die Vergangenheit der Jahre 1989-1990, in diesen Jahren änderte sich dann auch die Erzählweise und ich hatte die Möglichkeit, die Geschichte aus der Sicht von einigen Freunden zu verstehen.

Es gab einige wenige Punkte die für mich unrealistisch waren, ohne zu viel zu verraten, z.B., ist es für mich unglaubwürdig, wenn eine eigentlich fremde Person in das frühere Haus kommt und erstmal ausgiebig duscht und dafür die Erlaubnis einer 12-jährigen einholt.

Sehr interessant war es darüber zu lesen, wie Menschen in vielen Generationen unter einem bestimmten Zwang leben und nichts dagegen tun, „weil das halt so ist“, und „weil man nicht ausgestoßen werden möchte“, ich finde dies ist ein wichtiges Thema und kann auf viele Bereiche bezogen werden.

Mir haben besonders die kurzen Kapitel und die kleinen Illustrationen gefallen.

 

Marissa ist eine starke Hauptprotagonistin mit einer hilfsbereiten und liebevollen Art. Obwohl ich den Ernst der Lage verstanden habe, hatte ich in einigen Momenten aber auch das Gefühl, es wäre klüger gewesen den ehemaligen Freunden nicht zu viel von ihren Gedanken zu erzählen.

Es gab einige Nebencharaktere, diese wurden fließend mit eingebracht, sodass ich nie durcheinander kam.

 

Das Cover ist ein Blickfang und macht Interesse auf den Inhalt. Buchtitel und Buchinhalt passen zueinander.

 

Mein Fazit:

 

Ein spannender Thriller mit einem wichtigen Grundthema, das mich sehr interessiert und unterhalten hat. Ich konnte das Buch kaum aus den Händen legen.

 

 

Ich vergebe 4,5 von 5 Sterne.