Titel: Aufbruch in ein neues Leben – Die Hebammen-Saga

Autor/in: Linda Winterberg

Genre: Historischer Roman

Erscheinungsdatum: 12.07.2019

Seiten: 400

Herausgeber: Aufbau

 

 

 

 

Kurzbeschreibung:

 

Berlin 1917: Edith, Margot und Luise könnten unterschiedlicher nicht sein, als sie sich bei der Hebammenausbildung kennenlernen. Was sie jedoch verbindet, ist ihr Wunsch nach Freiheit und Selbständigkeit – als Flucht vor dem dominanten Vater, vor der Armut der Großfamilie oder den Schatten der Vergangenheit. In einer Zeit, in der die Welt im Kriegs-Chaos versinkt, ist die Sehnsucht nach Frieden genauso groß wie das Elend, mit dem die drei Frauen täglich konfrontiert sind. Aber sie geben nicht auf, denn sie wissen, dass sie jeden Tag aufs Neue die Chance haben, Leben zu schenken …

 

 

Rezension:

 

Das Buch wurde mir freundlicherweise vom Aufbau Verlag als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Dies beeinflusst nicht meine Bewertung.

 

Um den Inhalt nicht vorweg zu nehmen, verweise ich hier auf den Klappentext/Kurzbeschreibung, dem Leser soll die Möglichkeit gegeben werden, in den Genuss der Geschichte zu kommen.

 

Das Buch beginnt im Juli 1917 in Berlin und konnte mich bereits nach den ersten Seiten in seinen Bann ziehen. Der Schreibstil von Linda Winterberg ist flüssig, ruhig und leicht verständlich. Die Erzählperspektive wechselt zwischen den Protagonistinnen, was ich als sehr angenehmen empfunden habe, denn so konnte ich ihre Gedankengänge und Handlungen verstehen und nachvollziehen. Die Schilderungen im Bezug auf die Frauen und die Versorgung der Familien innerhalb des ersten Weltkrieges habe ich oft als schockierend empfunden. Zwischenzeitlich hatte ich das Gefühl, die Erzählungen rund um die einzelnen Geburten wirkten aneinandergereiht und als zu schnell abgetan, jede Geburt, selbst Zwillingsgeburten funktionierten rasch und reibungslos. Orte innerhalb von Berlin und den Klinikalltag schilderte die Autorin detailliert und bildlich aber nicht zu ausschweifend, sodass ich oft das Gefühl hatte, selbst durch die Gänge der Hebammenschule zu gehen. Die Kapitel hatten eine angenehme Länge.

 

Luise, Margot und Edith werden als 3 starke junge Frauen beschrieben, von denen jede ihr Päckchen auf eine völlig verschiedene Art und Weise zu tragen hat, doch zeigt dieses Buch wie wichtig Zusammenhalt, Freundschaft und Hilfsbereitschaft ist.  

Nebencharaktere und Namen gab es durch die vielen Frauen und Kinder einige, aber diese wurden authentisch und fließend mit eingebracht, sodass ich hier nie durcheinander kam.

 

Das Cover wirkt eher schlicht, aber weckt das Interesse auf den Inhalt. Buchtitel und Buchinhalt passen zueinander.

 

Mein Fazit:

 

Eine gelungene Geschichte, die mich in ihren Bann gezogen hat über Freundschaft, Mut und die schockierenden Zustände innerhalb des ersten Weltkrieges.

Ich freue mich auf die weiteren Bände dieser Reihe.

 

Ich vergebe 5 von 5 Sterne.