Titel: Als wir den Himmel berührten

Autor/in: Marie Leander

Genre: Historischer Roman

Erscheinungsdatum: 19.08.2019

Seiten: 560

Herausgeber: blanvalet

 

 

 

 

Kurzbeschreibung:

 

Marseille im Sommer 1940. Der Maler Nicolas Guyot sitzt zeichnend am Hafen. Ein verliebtes Paar fällt ihm auf, das so gar nichts mit den Scharen von Flüchtlingen gemein zu haben scheint, die verzweifelt versuchen, Europa zu verlassen. Als die Frau auf seine Bilder aufmerksam wird, bittet sie ihn überraschend, ein Porträt von ihr anzufertigen. Seit dem Tod seiner Ehefrau hat Nicolas sein Herz nie wieder für jemanden geöffnet, doch die attraktive Juline fasziniert ihn. Zunächst widerwillig, lässt er sich auf den Auftrag ein. Er ahnt nichts von den gefährlichen Geheimnissen, die Juline und ihr Mann verbergen – und dass diese auch ihm bald eine folgenschwere Entscheidung abverlangen werden...

 

 

Rezension:

 

Das Buch wurde mir freundlicherweise vom Bloggerportal Randomhouse und dem blanvalet Verlag als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Dies beeinflusst nicht meine Bewertung.

 

Um den Inhalt nicht vorweg zu nehmen, verweise ich hier auf den Klappentext/Kurzbeschreibung, dem Leser soll die Möglichkeit gegeben werden, in den Genuss der Geschichte zu kommen.

 

Bereits während der Einleitung, die im Jahre 2007 in Südfrankreich beginnt wird ein hoher Spannungsbogen aufgebaut. Ich möchte hier den grandiosen Schreibstil hervorheben, den ich als ruhig, gefühlvoll und flüssig empfunden habe. Die knapp 560 Seiten hatte ich im nu gelesen. Der Hauptteil der Geschichte spielt im Jahre 1940 in Marseille. Orte und Situationen wurden bildlich, detailliert und manchmal ein wenig zu ausschweifend beschrieben. Die Autorin konnte die verschiedenen Menschen mit ihren Emotionen und Ängsten so gut darstellen, dass ich mehrere Male das Gefühl hatte mich im gleichen Raum zu befinden und diese Szenen mitzuerleben. Die Kapitel hatten eine angenehme Länge. Der angedeutete Spannungsbogen zu Anfang konnte bis zum Ende hin gehalten werden.

 

Den Maler Nicolas Guyot konnte mich mit seiner selbstlosen, ruhigen und hilfsbereiten Art mehr als einmal überzeugen.

Auch wenn ich die schwierige Situation und die damaligen Verhältnisse, wenn auch nur ansatzweise verstehen kann, lässt mich Juline ein wenige zwiegespalten zurück. Nicht immer konnte ich ihr Verhalten oder ihre Handlungen nachvollziehen

Alle Nebencharaktere wurden authentisch und fließend mit eingebracht.

 

Das Cover gefällt mir sehr gut. Buchtitel und Buchinhalt passen zueinander.

 

Mein Fazit:

 

Eine Geschichte über Mut, Selbstlosigkeit und Liebe mit einem hervorzuhebenden Schreibstil, die jeder der historische Romane mag, lesen sollte.

 

Ich vergebe gerne 5 von 5 Sterne.