Titel: Alles, was wir liebten

Autor/in: Kristina Moninger

Genre: Roman

Erscheinungsdatum: 18.06.2019

Seiten: 329

Herausgeber: Tinte&Feder

 

 

 

 

Kurzbeschreibung:

 

Anna und Fitz, die erste große Liebe – zwei, die irgendwie unzertrennlich schienen. Bis zu jenem Tag, an dem Anna flüchtete. Vor Fitz, ihrer Freundin Caro, ihrer Verantwortung und allem, was sie liebte. Erst Jahre später kehrt sie unerwartet nach Hause zurück. Doch in ihrer früheren Heimat führen alle Spuren auch unweigerlich zu Fitz. Die Begegnung mit ihm lässt die intensiven Gefühle zwischen ihnen wieder aufflammen. Anna begreift, dass es eine zweite Chance nur geben kann, wenn sie sich endlich den schrecklichen Ereignissen der Vergangenheit stellt. Doch wann ist es zu spät, um zu bereuen?

 

 

 

Rezension:

Das Buch wurde mir freundlicherweise von der Autorin selbst als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Dies beeinflusst nicht meine Bewertung.

 

Um den Inhalt nicht vorweg zu nehmen, verweise ich hier auf den Klappentext/Kurzbeschreibung, dem Leser soll die Möglichkeit gegeben werden, in den Genuss der Geschichte zu kommen.

 

Das Buch startet mit einem interessanten Prolog, der zeitgleich einen Spannungsbogen aufbaut. Der Schreibstil von Kristina Moninger ist ganz ruhig, flüssig und leicht verständlich. Die gesamte Geschichte wird aus der Sicht von Anna erzählt und wechselt zwischen Gegenwart und Vergangenheit. Ich hatte so die Möglichkeit zu verstehen, was die „jetzige“ Anna so beschäftigt. Orte und Situationen wurden völlig klar formuliert, detailliert erzählt, ohne dass es dabei zu ausschweifend wurde. Die Kapitel hatten eine angenehme Länge.

 

Mit der Hauptprotagonistin Anna bin ich durch ein Auf- und Ab ihrer Gefühls- und Gedankenwelt gegangen. Für mich war sie so authentisch beschrieben, dass ich mir es hätte besser nicht wünschen können. Durch die mit aufgeführten Briefe an Fitz,  konnte ich sie noch besser verstehen. Wenn ich auch zwischenzeitlich nicht all ihre Handlungen nachvollziehen konnte, so ist sie zu meiner Lieblingsfigur innerhalb des Buches geworden.

 

„Du bist vielleicht authentisch, aber für manche Leser nicht sympathisch genug.“

 

Dieses Zitat von Rita an Anna beschreibt gut, wie ich zwischendurch selbst über Anna gedacht habe, weil sie einfach so real beschrieben wurde, mit Fehlern und Ängsten, davon war ich sehr begeistert.

 

Fitz ließ mich anfangs ein wenig zwiegespalten über ihn denken. Er ist ein starker, hilfsbereiter und aufopferungsvoller Charakter. Durch die hohe Verantwortung seiner Schwester gegenüber, wirkt er manchmal auf seine Freunde unfair und abwesend, auch kann er Anna nicht immer gerecht werden. Dennoch konnte er mich durch seine gefühlvolle Art überzeugen.

 

„ Vergiss nicht, was wir hatten. Und was wir hätten sein können, was wir immer noch sein können.“

 

Alle Nebencharaktere wurden fließend und völlig überzeugend mit eingebracht. Ich mochte hier sehr das Zusammenspiel zwischen Anna und ihren Freunden Rita und Christoph aus München.

 

Das Cover ist ein absoluter Eyecatcher und auch passt der Buchtitel sehr gut zum Buchinhalt.

 

 

Mein Fazit:

 

Ein sehr glaubwürdiger Roman über Verlust, Angst, Vergebung und Liebe, der an vielen Stellen einen bleibenden Eindruck hinterlässt und definitiv nachwirkt.

 

Ich vergebe 5 von 5 Sterne.